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  • AutorenbildGreta

Welcome to Saudi Arabia! Wir sind im Königreich Saudi-Arabien

„Welcome to Saudi Arabia!“ Diesen Satz hören wir jeden Tag mehrfach. Er gehört einfach zu Saudi-Arabien und seinen Einwohnern. Sie empfangen uns mit einer Herzlichkeit und Großzügigkeit, die alles bisher Erlebte in den Schatten stellt.

Das erste Bild aufgenommen in Saudi-Arabien - natürlich mit einer Tüte voller Essen von dem Herrn neben Jan

Typisches Bild - Kamele an einer Rennbahn

Ein netter Saudi

Eines der vielen Felsengräber von Hegra

Greta umgeben von zwei netten saudischen Frauen

Arabisch ist keine leicht zu lernende Sprache

Szene an einer Tankstelle - Kamele werden hier so selbstverständlich transportiert wie Schweine bei uns

Der Elephant-Rock im Hintergrund ist eine der Touristenattraktion rund um Al UIa

Viele Einheimische laden uns zu Kaffee, Tee, Datteln und einem Pläuschen ein

Camel crossing

Doch wer oder was ist Saudi-Arabien? Wir wissen wenig über den großen Wüstenstaat auf der arabischen Halbinsel. Wie auch, das Land hat sich erst vor wenigen Jahren für den Tourismus geöffnet. Seitdem durchläuft es eine rasante Transformation. Durch den Ölexport stieg das Land in wenigen Jahrzehnten von einem unbedeutenden Wüstenreich zu einer global einflussreichen Macht auf. Mit seinen Petrodollars kauft es sich wichtige Loyalitäten aber auch Berühmtheiten ein. So spielt beispielsweise Fußball-Star Christiano Ronaldo nun für einen Club in der Hauptstadt des Landes, in Riad.

Der Kronprinz Saudi-Arabiens: Mohammed bin Salman

Wir erleben ein Saudi-Arabien, in dem Männer und Frauen Fahrzeuge im Straßenverkehr bewegen und gemeinsam in Restaurants oder Cafés ausgehen. Das war nicht immer so. Saudi-Arabien war jahrzehntelang das Land, in dem Frauen nicht Auto fahren durften. Nun dürfen sie nicht nur das, sondern können auch Fußballspiele in Stadien besuchen und alleine, ohne männliche Begleitung, reisen. Auch das war ihnen vor nicht allzu langer Zeit verwehrt.

Seit einigen Jahren kann diese Frau...

... genauso reisen wie diese!

Das Land ist in einer rasanten Transformation: politisch, gesellschaftlich und religiös. Der junge Kronprinz des Landes möchte mit seiner „Vision 2030“ sein Land öffnen. Überall sehen wir bunte Werbeplakate für die „Vision 2030“ – übrigens entwickelt von der Unternehmensberatung McKinsey. Meist umgeben von riesigen Baustellen. Es scheint, als würde das Land einmal von links auf rechts gekrempelt. Und das mit Krawumm – schaut Euch im Internet zum Beispiel mal das Mega-Projekt „Neom“ an.

 

Saudi-Arabien beherbergt zwei der heiligsten Stätten des Islams: Mekka und Medina. Für uns als Nicht-Muslime sind diese Orte nicht zugänglich. Das macht gar nichts, denn zu entdecken gibt es im Land auch so genug. Überraschenderweise muss sich Greta im sehr konservativen islamischen Land ausschließlich „moderat“ kleiden, aber nicht komplett verschleiern. Eine Wohltat bei den Temperaturen, die jetzt schon an der 40 Grad Marke kratzen. Trotzdem seltsam, da uns insbesondere in ländlichen Gebieten fast ausschließlich komplett schwarz verschleierte Frauen begegnen. Nur noch durch einen kleinen Schlitz blicken uns große, dunkle und meist auffällig geschminkte Augen an. Selbst die Augenbrauen verschwinden unter einem schwarzen Schleier. Für uns sehen so die saudischen Frauen alle gleich aus. Wir fragen uns ernsthaft, wie kleine Kinder ihre Mütter in den vielen riesigen Einkaufszentren und Malls wiederfinden, falls sie einmal verloren gehen.

Selbst die Augenbrauen sind abgedeckt

Szene einer traditionellen Hochzeit - Angeblich alles echtes Gold, man muss zeigen, was man hat

In keinem anderen Land unserer Reise sind wir bisher so reich und häufig beschenkt worden wie in Saudi-Arabien. Schon kurz nach der Einreise in das Land werden wir an der Grenze mit Lebensmitteln und Getränken beschenkt. Eine Einladung in Saudi-Arabien abzulehnen, gilt als sehr unhöflich. So schlürfen wir unzählige Tassen köstlichen arabischen Kaffee und Chai und naschen dazu herrlich süße und saftige Datteln. Die Einladungen erfolgen immer spontan und werden sofort angenommen. So sitzen wir eines Abends in der Dunkelheit am Straßenrand und lassen uns auf einen heißen Kaffee und ein nettes Gespräch einladen. Weiterfahren können wir schließlich danach noch.

Leckeres "Kapsa" auf wenig nachhaltigen Tischdecken. Alles wird ohne Besteck gegessen, selbst die Bohnen

Bilderrätsel: Zwei Deutsche, ein jemenitischer Flüchtling, ein Iraki, zwei Saudis und Greta

Ein arabisches "Herrengedeck" - Datteln, Nüsse und Käse

Traditionelle Kaffeekannen

Oft bleibt es nicht bei einer Tasse arabischem Kaffee. Auf einen arabischen Kaffee folgt immer ein zuckersüßer Chai. Beides wird so lange und so oft nachgefüllt – es sei denn, man weigert sich erfolgreich. Schnell lernen wir, dass wir dies signalisieren können, in dem wir unsere rechte Hand auf die kleinen Tassen legen oder die Gläser leicht schütteln. Ist der Kaffeeklatsch beendet, gibt es noch schnell was auf die Hand bzw. in unserem Fall für die weitere Fahrt. Meistens handelt es sich um Datteln und gekühltes Flaschenwasser. Alle Saudis, denen wir begegnen, scheinen einen unerschöpflichen Fundus davon in den Kofferräumen ihrer großen SUVs zu haben.

 

Nicht zu vergessen, den obligatorischen Spritzer Parfüm, mit dem wir zum Abschied besprüht werden. Ein Unisex Duft – immerhin! Verweigern? Fast unmöglich. Denn das Parfüm bringt doch Glück! Und auch hier gilt: fast jeder Saudi, dem wir begegnen, hat in der Mittelkonsole seines Fahrzeugs nicht wie Deutschland ein Päckchen Tempos oder eine Dose Kaugummis, nein: einen Flacon mit Parfüm. Man weiß schließlich nie, wen man so trifft und wen man beduften möchte. Unvergessen bleibt ein Duft, der nach mehreren Wochen immer noch in unseren Daunen-Westen klebt. Bei den hochsommerlichen Temperaturen tagsüber entfaltet sich das süße Parfüm auch dann im Innenraum unseres Fahrzeugs, auch wenn wir unsere Daunen-Westen tagsüber gar nicht tragen. Zum Glück fahren wir meist mit offenen Fenstern und lüften so automatisch gut durch.

 

So reisen wir seit Tag eins im Land mit einer gewissen zeitlichen Flexibilität. Stets vorbereitet auf die nächste Einladung. Die ist nicht immer nur eine „schnelle“ (hier sprechen wir von ca. einer Stunde) Tasse Kaffee, sondern auch mal eine mehrstündige Einladung. Zwei Frauen laden uns als wir unsere SIM Karte in einem Shop aufladen nach Hause zu sich ein. Die Einladung entpuppt sich zu einem mehrstündigen köstlichen Essen. Da wir uns angeregt unterhalten bleibt für das Kochen keine Zeit. Das Essen wird, wie so viele andere Dinge, einfach bestellt und geliefert. Unser Highlight: ein Wasserpfeifen-Lieferdienst. Der liefert Wasserpfeifen Sets, inklusive Kohle, Tabak, Feuerzeug und sogar Wasser mit nur einem Klick an jeden Ort im Großraum Riad.

 

Anfänglich sind wir oft unsicher, wann wir uns aus einer Einladung wieder lösen sollen bzw. dürfen. Wir sind erleichtert, als wir lernen, dass es hierfür eine einfache Geste des Gastgebers gibt. Mit dem Entzünden von Weihrauch in einer kleinen Schale signalisiert er seinen Gästen auf höfliche Weise, dass es nun an der Zeit ist, zu gehen. Wobei von gehen nur noch in den seltensten Fällen gesprochen werden kann. Meist kugeln wir uns zurück zu unserem Fahrzeug. Schwer beladen mit Kleinigkeiten wie 2kg Datteln oder einer handlichen 5l Trinkwasser-Jumbo-Flasche.

Ein seltener Blick hinter die hohen Mauern - zwei Frauen haben uns ihr Haus zum Mittagessen eingeladen

Mit dem Weihrauch wird den Gästen auf traditionelle Weise angezeigt, dass es Zeit ist zu gehen

Doch vorher machen wir uns über das leckere Essen her

Allein sind wir im riesigen Saudi-Arabien in jedem Fall nie. Egal, in welcher Einöde wir anhalten. Stets werden wir höflich und neugierig mit folgenden Worten begrüßt: Welcome to Saudi-Arabia! Do you need any help? Auch, wenn wir verneinen, heißt dies nicht, dass das Gespräch beendet ist. So kommt es vor, dass ein Saudi zwar in seinem Auto davonbraust, nur aber, um wenig später mit Tüten voller Obst zurückzukommen. Uns nicht wenigstens eine Kleinigkeit zu schenken, das geht gar nicht, versichert er.

"Welcome to Saudi-Arabia", er drückt uns diese "kleine" Obstauswahl in die Hand und braust davon

Sehr liebenswert fanden wir auch jene Familie, die uns mit einem Lieferservice Essen an unser Fahrzeug liefern lässt. Auch ihnen haben wir kurze Zeit vorher auf die Frage: „Do you need any help?“ mit einem deutlichen „No, thank you“ geantwortet. Wenn das nicht Anlass genug ist, uns mit zwei riesigen Portionen des Nationalgerichts „Kapsa“ (ein Gewürzreis mit wahlweise Fisch oder Fleisch) zu überraschen. Die Portionen sind so groß, dass wir noch am folgenden Tag von ihnen essen können.

Kapsa wird uns per Lieferdienst ans Auto gebracht. Bestellt und bezahlt hat ein Saudi, der uns von seinem Haus aus gesehen hat

Wenig später steht ein weiterer Saudi neugierig grinsend an unserem Fahrzeug und bringt uns zum Nachtisch eine Kanne Tee, eine Kanne arabischen Kaffee und eine Hand voll Dattel-Pralinen vorbei. Da uns diese gut schmecken und wir dies natürlich im gegenüber auch gleich äußern, kehrt er wenig später mit der zehnfachen Menge zu uns zurück. Uns werden 100 Pralinen geschenkt. Dass wir so viele Pralinen nie im Leben allein essen können – unwichtig. Ablehnen – nicht möglich. Also nehmen wir dankend 100 Pralinen an, die natürlich bereits in der Hitze der Nacht beginnen zu schmelzen.

Leckerer arabischer Kaffee

Auch dieses Geschenk können wir nicht ablehnen - den übersichtlichen Rest der 100 Pralinen

Die Liste solcher herzlichen und großzügigen Begegnungen ist schier unendlich. Saudi-Arabien empfängt uns mit einer Wucht an Gastfreundschaft. Dabei haben uns viele andere Reisende vor der arabischen Halbinsel „gewarnt“. Überlegt Euch gut, ob ihr dorthin reist und bleibt nicht zu lange. Es ist unglaublich teuer dort. Das können wir nun nicht bestätigen. Unsere Ausgaben beschränken sich in Saudi-Arabien fast ausschließlich auf Kraftstoff. Und ein Liter Benzin kostet uns umgerechnet etwa 0,60 Euro.

 

Vielleicht ist es nicht einfach nachzuvollziehen, aber nach einiger Zeit im Land beginnt uns, die überschwängliche Gastfreundschaft schier zu erdrücken. Es ist fast unmöglich ein wenig Privatsphäre zu finden. Kaum halten wir an, steht ein liebenswerter Mensch an unserer Türe und möchte uns helfen oder einladen. Wir fühlen uns richtig schlecht, denn das ist mit Sicherheit das Letzte, was all die neugierigen Menschen bei uns auslösen möchten. Dennoch nimmt uns dies unseren gewohnten privaten Raum, den wir einfach ab und an brauchen.

Where are you from? Oh, you came here with this car? Can I take a picture? ... So oder so ähnlich sind 90% der ersten 3 Fragen an uns

Manchmal gelingt es uns unentdeckt zu bleiben - seht ihr uns?

Ein Platz für die Nacht Irgendwo im Nirgendwo

Nur ein Kameltreiber zieht in der Ferne vorbei

Auch an diesem erloschenen Vulkan sind wir alleine - schlafen können wir dennoch nicht wirklich ...

... da es bis am frühen Morgen stürmt ohne Ende

Wie es der Zufall will lernen wir an einem Tag irgendwo im Nirgendwo auf der saudischen Autobahn eine Gruppe von Motorradfahrern kennen. Sie überholen uns während der Fahrt, winken freundlichen und sind regelrecht erleichtert, als wir uns einige Kilometer später an der Tankstelle wiedertreffen. Sie dachten, so langsam wie wir auf der Autobahn fahren, müssen wir doch ein technisches Problem haben! Anmerkung: 90 km/h sind mit unserem alten Puch eine rasante Geschwindigkeit und es ist alles in Ordnung mit unserem Fahrzeug (inshallah!).


Einer der Biker ist Khalid. Arzt in Riad und ein Mensch, der unsere Zeit in Saudi-Arabien maßgeblich geprägt hat. Er öffnet uns mit seinem Netzwerk, das weit über die Hauptstadt hinausgeht, Türen, die uns unter anderen Umständen mit Sicherheit verschlossen geblieben wären. Mit einer Selbstverständlichkeit legt er seine schützende Hand über uns und stellt uns Freunden und Bekannten im ganzen Land vor. Ein Anruf hier, ein Kontakt dort. Auf einmal sind wir vernetzt im Land. Und über Kontakte und Beziehung läuft in Saudi-Arabien vieles.

Khalid mit uns am "Edge of the World"

Einer der vielen Ausflüge führt uns an diese beeindruckende Abbruchkante

Wir lernen auch seinen Freund Mohammed kennen

Es ist Khalid eine Herzensangelegenheit uns seine Kultur und sein Land näher zu bringen...

... und er hat großen Gefallen an unserem Auto. Wahnsinn, was uns dieses Fahrzeug an Türen öffnet

In Riad dürfen wir eine ganze Weile im Khalids Ferienhaus wohnen. Eine Villa mit Butler, Pool und der so vermissten Privatsphäre. Die Abende und Wochenenden verbringen wir regelmäßig mit Khalid. Wir essen uns durch die köstliche arabische Küche, rauchen gemeinsam Shisha, machen Ausflüge und erkunden Riad. Bezahlen dürfen wir nicht einen einzigen Cent. Khalid hat uns in sein großes Herz geschlossen und erklärt und mit einem breiten Grinsen auf den Lippen: You are family now!

Khalid betont immer wieder, dass es ihm eine Ehre ist uns einzuladen...

... hier in einem traditionellen arabischen Restaurant

Die meisten Aktivitäten finden aufgrund der Hitze und der hohen UV-Werte bei Nacht statt, hier, in der Boulevard World haben wir das erste und einzige Mal sogar unsere Jacken gebraucht

Die ganze Welt wurde sehr aufwändig nachgebaut...

... mit viel Liebe zum Detail

Khalid's Wochenendhaus am Rand von Riyadh

Hier können wir unser Fahrzeug einmal von links nach rechts räumen

Shahed, der sympathische Pakistani kümmert sich als Butler liebevoll um Khalids Haus (und uns)

Über Khalids Beziehungen lernen wir einen ranghohen pensionierten General des saudischen Militärs kennen. Letzterer lädt uns zu sich nach Hause ein. So sind wir plötzlich zu Gast bei Colonel Abdulaziz in einer Stadt namens Hail. In seinem Haus werden wir fürstlich verköstigt und begleiten ihn zwei Tage in seinem Alltag. Übernachten dürfen wir nicht in unserem Fahrzeug. Der General besteht darauf, dass wir in seinem Gästehaus in der Nähe unterkommen. Dieses entpuppt sich als Hotel, sein Hotel. Wir bekommen ein möbliertes Apartment zur Verfügung gestellt.

Ein von Abdulaziz aufgenommenes Selfie - es bleibt kaum Platz für uns :D

Auch Abdulaziz ist es wichtig uns viel über seine Heimat zu erzählen

Aktuell lässt er einen Wanderweg bauen...

... auf dessen "kleine" Runde er und natürlich sofort mitnimmt (wir hatten kein Wasser dabei...)

Dieser nette Afghane ist der Bauleiter

Tagsüber verbringen wir gemeinsam Zeit in seinem Haus. Hier gehen neben uns viele weitere Gäste ein und aus. Unter anderem auch der ehemalige saudische Minister für Sport. Der spricht zwar kein Englisch, ist aber sehr angetan von uns und unserer Reise. Zum ersten Mal zeichnet es sich aus, dass wir ein paar Brocken Arabischen gelernt haben, die wir sogleich einsetzen. Neben dem Minister kommen und gehen weitere Persönlichkeiten des Ortes ein und aus. Ob sie wegen uns kommen, oder Abdulaziz einfach so besuchen, erschließt sich uns nicht. Allesamt sind es Männer. Eine skurrile Situation. Uns wird bewusst, in welcher Sonderrolle insbesondere Greta als westliche Touristin hier ist.

Bei Abdulaziz ist ein reges Kommen und Gehen - ein Teil der arabischen Kultur

Frisches Obst ist allgegenwärtig...

... und natürlich dürfen auch die obligatorischen Datteln nicht fehlen

Beim Frühstück legt Abdulaziz selbst Hand an. Für uns bereitet er Kamelherz zu, eine sehr gesunde Delikatesse wie er uns verspricht. Greta hat als Vegetarierin eine perfekte Ausrede zur Hand, Jan kann leider nicht kneifen

Die Sonne und der seltene Regen zermalmen langsam alte Häuser in der Stadt

Neben all den persönlichen Begegnungen hat Saudi-Arabien auch landschaftlich einiges zu bieten. Die weiten und oft öden Strecken durch staubige Wüstenlandschaften führen uns vor Augen, wie groß das Land ist. Saudi-Arabien ist das 12. größte Land der Erde und umfasst mehr als die Hälfte der Fläche der EU. Und es ist vielfältig. So schlafen wir am subtropischen Ufer des arabischen Golfs. (Ihr habt richtig gelesen, der persische Golf wird von den stolzen Saudis als arabischer Golf bezeichnet). Wir durchfahren Landschaften wie Al Ula mit unglaublichen Felsformationen, frieren im Regen am Fuße einer mächtigen Vulkankette und besuchen die sagenumwobenen Felsengräber der Nabatäer in Hegra. Und natürlich sehen wir überall Unmengen an Kamelen. Selbst in der vermeintlichen Einsamkeit der Wüste werden zu Kaffee und Chai eingeladen. Hier allerdings mit einem Schuss frischer Kamelmilch und einem Besuch bei den Kamelen inklusive.

Greta leistet Schwerstarbeit beim Stützen des steinernen Bogens

Eine riesige Oase inmitten der saudischen Wüste

Felsengräber der Nabatäer in Hegra

Nächtlicher Spaziergang um unseren Puch

Nächtliche fotografische Spielwüste

Schade, unser Auto wäre wirklich prädestiniert...

Landschaft in der Nähe von Al UIa

Landschaft in der Nähe von Al UIa

Eine staubige Piste irgendwo im Königreich

Einladung zum nachmittäglichen Kaffee. Hierzu werden zudem frische Kamelmilch und Datteln gereicht

Frischer kann die Milch nicht sein

Diese Kameltreiber gehen sehr fürsorglich mit ihren Tieren um

Bevor wir Saudi-Arabien verlassen, folgen wir Khalids Wunsch und besuchen ihn noch einmal in der Hauptstadt. Wieder überlässt er uns sein Ferienhaus auf Zeit. Gemeinsam haben wir erneut eine wunderbare Zeit. Ein würdiger Abschluss. Unseren Aufenthalt in Riad nutzen wir außerdem zum Waschen. Auch, wenn es hier vieles gibt. Waschmaschinen oder Waschsalons finden wir hier keine. Alles scheint chemisch gereinigt zu werden. In Riad entdecken wir tatsächlich einen Shop mit klassischen (sauberen!) Waschmaschinen und lassen diese alle einmal so richtig glühen. Unser Fahrzeug bekommt noch einmal ein Schaumbad. Trotzdem ist es am nächsten Tag schon wieder von einer feinen Sandschicht überzogen. Wir sind eben in einem Wüstenstaat.

Ein richtiger Sandsturm bleibt uns bislang erspart - ein Glück, denn...

... Nachschub gibt es genügend, egal wo man ist.

Oftmals trennen sich die Wege ohne Beschilderung. Gut, dass wir ein GPS dabei haben

Egal ob man fährt, parkt oder wie die Oberfläche der Straße ist - nach kurzer Zeit ist fast immer überall Sand zu finden

Daher lassen wir den Puch regelmäßig waschen

Uns fällt es nicht leicht, Khalid und Saudi-Arabien zu verlassen. Auf dem Weg zur Grenze nach Bahrain wird uns bewusst: wir sind als Fremde gekommen und gehen als Freunde. Wir verlassen ein Land, über das wir so wenig wussten und in dem es für uns so viel zu entdecken gab. Landschaftlich, aber vor allem menschlich. Saudi-Arabien hat uns mit offenen Armen empfangen und uns mit seiner Gastfreundschaft verzaubert. Wir sind uns sicher: wir kommen wieder!

Jans Lieblingsbild (1/2)

Jans Lieblingsbild (2/2)

Greta // 21. April 2024 // Salalah, Oman

111 Ansichten

2 Comments


Christian Navel
Christian Navel
May 27

Einmal mehr ein wunderbarer Bericht garniert mit tollen Fotos. Gute Reise, wohin auch immer es geht.

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Anne Koppers
Anne Koppers
May 26

Unglaublich, welche Einblicke Ihr mit Euren Berichten vermittelt und so manches Vorurteil doch relativiert wird.

Alles Gute auf eurer weiteren Tour - bleibt vor allen Dingen gesund - und Euer Puch auch 😎 Wir sind gerade von unserer mittlerweile fast jährlichen Korsika-Tour zurück.



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